Schon seit den Anfängen des Vereins in den 1970er Jahren, war die Jugend immer die Stütze des Vereines, die sich stets auch schwierigen Aufgaben stellte. So war zum Beispiel Simon Czech bei der Gründung der Haldenwanger Narrenzunft 2002, den Furzafang'r, jüngster Zunftmeister im BSF. Die Präsidenten waren es, die auch immer die jungen Leute im Verein forderten und förderten, so wurden bald Kinderball, Dorfralley am Palmsonntag und Sommerzeltlager zum festen Jahresprogramm des Vereins.

Es war ein langer aber doch steter stetiger Prozess, der dazu führte, dass sich Präsident Rudi Wolf 2012 entschloss, den Wünschen der jungen Aktiven im Verein nach mehr Selbständigkeit nachzugehen und eine Gruppe unter der Federführung der Jugendleiterin, Michaela Berlin, mit der Ausarbeitung eines Änderungsvorschlages zur Satzung beauftragte, die er dann mit aller Schärfe bei der Generalversammlung bewarb. So legten Vorstand und Vereinsmitglieder am 4. März 2012 einstimmig den Grundstein für die Verselbständigung der Jugend.

 

Aufgrund des Trainingsbetriebes sollte es dann noch bis November dauern bis die Jugendvollversammlung der Haldenwanger Gaudi im Bürgersaal des Rathauses zum ersten Male zusammentrat, die Jugendordnung verabschiedete und Michaela Berlin zur ersten gewählen Jugendleiterin bestimmte. Als weitere Mitglieder der Jugendleitung wurden Jessica Rau (stellvertretende Jugendleiterin), Nadine Weishaupt (Kassiererin), Sophie-Charlotte Berlin (Schriftführerin) und Albana Gashi, sowie Lukas Hohn als Beisitzer gewählt.

 

Yugifizierungszertifikat für das Kinder- und Jugendpartyzelt 2013 der Haldenwanger Gaudi Jugend beim Umzug

 

Große Projekte waren die Teilnahme an der BSF-Aktion JugEnD 2012 (Jugend und Ehrenamt in Deutschland), die von Knut Berlin, Schriftführer der Haldenwanger Gaudi und inzwischen stellv. Regionaljugendleiter im BSF, ausgewarbeitet wurde, und das von der BDK-Jugend yugifizierte Kinder- und Jugendpartyzelt.

Im Rahmen von JugEnD2012 gab es im Anschluß an die Trainingseinheiten einige Gruppenstunden, um zum Beispiel den Begriff Ehrenamt zu klären oder wie und wo man sich einbringen kann. Die Ergebnisse, die demnächst ausführlich auf der BSF-Internetseite veröffentlicht werden, wurden dann auch 1:1 in einer Beteiligungsrunde von ICHMACHE>POLITIK mit dem Ziel eingegeben, dass zum Einen die Jugendlichen selbst diskutieren können und zum Anderen sich die Politiker mit den Bedürfnissen der Jugendlichen beschäftigen werden. Weitere Gruppenstunden zu anderen Beteiligungsrunden auf ICHMACHE>POLITIK, einem Aktionsportal des Deutschen Bundesjugendringes, stehen auf dem Terminkalender.

Das 1. Kinder- und Jugendpartyzelt war aus der Idee geboren, mitten im Faschingstreiben auf dem Platz hinter dem haldenwanger Rathaus, gleich beim Partyzelt für die „Großen“ eine Partyarea zu schaffen, auf der sich auch einem Kinder und Jugendliche fern von Alhohol und Betrunkenen, aber trotzen mitten in der Party austoben können. Von den Besuchern zuerst fast argwöhnisch beobachtet, füllte sich das Zelt langsam – auch mit Ü18, so dass sich oft folgendes Gespräch entwickelte:

Erstaunter Gast: „Ihr seid ja mutig, nur ein Elferrat zum Aufpassen am Eingang.“ 14-jährige Bedieung: „Wir verkaufen ja auch keinen Alkohol.“ Erstaunterer Gast: „Blöder Witz, ich bekomm dann 'nen Piña Colada.“ 14-jährige Bedienung: „Baby Colada!“ Noch erstaunterer Gast: „Was?“ Es schaltet sich die Jugendleitung ein: „Wie da schon draußen steht, ist das hier ein alkoholfreies Zelt, da gibt es nur alkoholfreie Getränke.“ Völlig erstaunter Gast: „Aber das macht doch keinen Sinn. Ich hätte jetzt gerne den Cocktail.“ 14-jährige Bedienung zuckt mit den Schultern und serviert den Cocktail: „Einen Euro dann bitte.“ Gast ist noch erstaunter: „Damit verdient Ihr doch nix.“ 14-jährige Bedienung: „Doch, der ist ja ohne Alkohol.“ Gast probiert: „Der ist ja g... gemischt und so billig.“ Gast entfernt sich und steht kurze Zeit später vor der Theke: „Einen Piña Colada bitte.“ Jugendleitung schaltet sich ein: „Baby Colada. Der ist wie eben immer noch ohne Alkohol.“ Gast: „Hab ich jetzt auch gemerkt. Ich bin so erstaunt, dass der so gut schmeckt und außerdem ist bei Euch ne g... Stimmung.“

 

BDK-Jugendleiterin Petra Müller übergibt einen der 5 Orden für den Mensch der BDK-Jugend 2013 an die Jugendleitung der Haldenwanger Gaudi (Michaela Berlin, Nadine Weishaupt, Sophie Berlin, Jessica Rau)_Im Hintergrund  freut sich Präsident Rudi Wolf

 

Die Stimmung bei Kinder- und Jugendgarde, Tanzmariechen und Kinder- und Jugendshow war wirklich klasse und so bat der Präsident, die gesamte Jugend als „Mensch 2012“ der BDK-Jugend vorzuschlagen. Hier zeigte sich Fortuna von ihrer gnädigen Seite und zog eben mit der Jugendabteilung der Haldenwanger Gaudi einen von fünf Gewinnern des BDK-Ordens. Die feierliche Verleihung an die vier Damen aus der Jugendleitung wurde von BDK-Jugendleiterin Petra Müller persönlich beim Rathaussturm in Haldenwang durchgeführt.


Info rund um die „Yugifizierung“

Ziele der Yugifizierung

  • Veranstaltungen der Mitgliedsvereine positiv gestalten

  • Veranstaltungen zeitlich begrenzen

  • Veranstaltungen werden nach festen Rahmenbedingungen durchgeführt

  • Jugendschutz wird eingehalten

Die Yugifizierung unterstützt den Verein als Veranstalter:

  • er kann sich als jugendfreundlich präsentieren (mit LOGO)

  • er kann einen positiven Ruf aufbauen insbesondere in der Presse

  • er hat klare Regeln für seine Veranstaltung

Die Yugifizierung signalisiert den Eltern:

  • dass bei der Veranstaltung die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes beachtet werden

  • dass der Verein ein besonderes Augenmerkt auf die Jugendlichen hat

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